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Susanne Daubner: Die Stimme der Nation – Ein Porträt

Susanne Daubner ist eine der bekanntesten Nachrichtensprecherinnen Deutschlands. Seit 1999 präsentiert sie die Hauptausgabe der ARD-Tagesschau um 20 Uhr und hat sich durch ihre klare Stimme und professionelle Art einen festen Platz im deutschen Fernsehen erarbeitet. Doch ihr Weg dorthin war alles andere als gewöhnlich.

Frühes Leben und Ausbildung

Geboren am 26. März 1961 in Halle (Saale), wuchs Susanne Daubner in der DDR auf. Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Doch ihre Leidenschaft galt der Medienwelt, weshalb sie sich beim Rundfunk der DDR zur Sprecherin und Moderatorin ausbilden ließ. Ihre Karriere begann beim Jugendradio DT64, wo sie ab 1987 als Nachrichtensprecherin und Moderatorin tätig war. ​

Dramatische Flucht aus der DDR

Im Sommer 1989, wenige Monate vor dem Mauerfall, entschied sich Susanne Daubner zur Flucht aus der DDR. Nach mehreren erfolglosen Anwerbeversuchen durch die Stasi floh sie gemeinsam mit ihrem damaligen Freund über Ungarn und Jugoslawien. Dabei durchschwammen sie den Grenzfluss Drava – ein riskantes Unterfangen, das ihre Entschlossenheit und ihren Mut unter Beweis stellte. ​

Karriere im Westen: Vom Radio zur Tagesschau

Nach ihrer Flucht fand Susanne Daubner schnell Anschluss beim Sender Freies Berlin (SFB), wo sie als Nachrichten- und Programmsprecherin arbeitete. 1992 wechselte sie zum Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) und kehrte 1997 zum SFB zurück. Am 5. Januar 1999 wurde sie Teil des Tagesschau-Teams und übernahm am 14. April 1999 die Hauptausgabe um 20 Uhr. Damit trat sie die Nachfolge von Wilhelm Wieben an. ​

Engagement für junge Zielgruppen

Seit 2021 engagiert sich Susanne Daubner verstärkt für die Ansprache jüngerer Zuschauer. Auf Plattformen wie TikTok verkündet sie jährlich das Jugendwort des Jahres und begeistert damit ein junges Publikum für die Inhalte der Tagesschau. Ihre trockene, aber humorvolle Präsentation der Jugendwörter wie „Cringe“ oder „Digga“ wurde zum Internetphänomen und brachte ihr den Spitznamen „Queen of Cringe“ ein.

Soziales Engagement und Leseförderung

Neben ihrer Tätigkeit als Nachrichtensprecherin setzt sich Susanne Daubner für soziale Projekte ein. Sie engagiert sich für die Leseförderung, indem sie im Rahmen der Hamburger Märchentage und des Bundesweiten Vorlesetags Kindern vorliest. Zudem ist sie seit August 2021 ehrenamtliches Mitglied des Stiftungsrates der Kunststiftung Sachsen-Anhalt. ​

Persönliches Leben: Familie und Wohnort

Susanne Daubner lebt in Hamburg-Eppendorf. Nach ihrer Flucht aus der DDR heiratete sie ihren West-Berliner Freund und Fluchthelfer. 1990 bekam sie eine Tochter, die sie nach der Scheidung im Jahr 2000 allein erzog.

Medienpräsenz und Popkultur

Susanne Daubner ist nicht nur für ihre seriöse Nachrichtensprecherrolle bekannt, sondern auch für ihre humorvollen Auftritte in der Popkultur. So trat sie 2023 in der Comedy-Show „LOL: Last One Laughing“ auf Amazon Prime auf, wo sie aktuelle Nachrichten in Jugendsprache vortrug und damit für Lacher sorgte.

Fazit: Eine inspirierende Persönlichkeit

Susanne Daubner ist mehr als nur eine Nachrichtensprecherin. Ihre Karriere, geprägt von Mut, Professionalität und Engagement, macht sie zu einer inspirierenden Persönlichkeit in der deutschen Medienlandschaft. Ob vor der Kamera, in sozialen Projekten oder in der Popkultur – sie überzeugt durch Authentizität und Leidenschaft.

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